Der industrielle Gigabit-Medienkonverter der LGC280-Serie von BlackBox dient der zuverlässigen Umwandlung von Kupfer-Netzwerkverbindungen (10/100/1000Base-T(X)) in Glasfaser-Verbindungen (1000Base-X). Er ist speziell für den Einsatz in rauen, industriellen Umgebungen entwickelt, wo hohe mechanische Belastungen, extreme Temperaturen oder hohe Vibrationen auftreten. Die Konverter ermöglichen die Erweiterung bestehender Netzwerke über Glasfaser, wodurch die Reichweite und Stabilität der Datenübertragung erhöht wird. Die Glasfaser-Technologie bietet dabei eine hohe Bandbreite und Immunität gegenüber elektromagnetischen Störungen, was sie für kritische Anwendungen in der Fertigung, Energieversorgung oder Verkehrstechnik besonders geeignet macht.
Einsatzbereiche
Der Medienkonverter ist für industrielle Netzwerke konzipiert, die hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit stellen. Er eignet sich beispielsweise für die Verbindung von Steuerungssystemen, Maschinen in Produktionsanlagen, oder für die Integration von Sensoren und Aktoren über längere Strecken. Die Betriebstemperatur von -40 bis 70 °C macht ihn auch für Außenbereiche oder klimatisch belastete Räume geeignet. Die IP30-Schutzart gewährleistet einen Schutz gegen festen Fremdkörper und bietet eine robuste Gehäusekonstruktion, die gegen mechanische Einwirkungen wie Vibrationen oder Stöße widerstandsfähig ist.
Funktionen und Ausstattung im Detail
Der Konverter unterstützt die Store-and-Forward-Übertragung, bei der Datenpakete vollständig empfangen, geprüft und dann weitergeleitet werden. Dies gewährleistet eine fehlerfreie Datenübertragung, insbesondere bei hohen Lasten. Die Jumborahmen-Unterstützung bis zu 10.240 Byte ermöglicht eine effizientere Nutzung der Bandbreite, insbesondere bei Anwendungen mit großen Datenpaketen wie Videoübertragung oder industrieller Bildverarbeitung. Die Filter- und Weiterleitungsrate beträgt bei 10 Mbps 14.880 pps, bei 100 Mbps 148.800 pps und bei 1 Gbps 1,48 Mpps, was eine hohe Durchsatzleistung bei geringer Latenz ermöglicht.
Technik verständlich erklärt
Der Konverter verfügt über einen SFP-Slot, in den ein modulares Glasfaser-Transceiver-Modul eingesetzt werden kann. Die genauen Parameter wie Wellenlänge, Link-Budget und maximale Entfernung hängen somit vom jeweils verwendeten SFP-Modul ab. Die Stromversorgung erfolgt über zwei unabhängige DC-Eingänge im Bereich von 12 bis 48 V, die über eine 6-polige Klemmenleiste angeschlossen werden. Die typische Leistungsaufnahme beträgt 3,5 Watt. Die integrierte Schutzfunktion gegen Überlast und Verpolung erhöht die Betriebssicherheit. Ein Relaisausgang mit einer Kapazität von 1 A bei 24 VDC ermöglicht die Steuerung externer Geräte, beispielsweise zur Signalisierung eines Netzwerkfehlers.
Kompatibilität und Zubehör
Der Konverter ist kompatibel mit den Standards IEEE 802.3, IEEE 802.3u, IEEE 802.3ab und IEEE 802.3z, was die Integration in bestehende Netzwerke mit unterschiedlichen Übertragungsraten (10/100/1000 Mbit/s) ermöglicht. Die Anschlüsse bestehen aus einem RJ45-Port für die Kupferverbindung und einem SFP-Slot für die Glasfaser. Die Anzeigen (LEDs) signalisieren Betrieb, Fehler, Link-Status und Aktivität an beiden Ports. Die DIP-Schalter ermöglichen die manuelle Aktivierung oder Deaktivierung des Relaisausgangs.
Montage und Installation
Die flexible Montage erfolgt entweder auf einer DIN-Schiene oder an einer Wand. Das kompakte Gehäuse mit den Abmessungen 26,1 x 94,9 x 144,3 mm (H x B x T) ermöglicht eine platzsparende Installation in Schaltschränken oder an Maschinen. Die Luftfeuchtigkeit von 5 bis 95 % (nicht kondensierend) und die Lagertemperatur von -40 bis 85 °C erweitern den Einsatzbereich auch unter extremen Lagerbedingungen.
Vorteile im Betrieb
Der Einsatz des Konverters reduziert die Abhängigkeit von Kupferkabeln, die über längere Strecken anfälliger für Störungen und Signalverlust sind. Die Glasfaser-Verbindung bietet eine höhere Reichweite, geringere Dämpfung und ist immun gegenüber elektromagnetischen Störungen. Die Zulassungen CE, FCC und IEC60068-2 (Schock, freier Fall, Vibration) bestätigen die Eignung für industrielle Anwendungen. Die TAA-Konformität erfüllt zusätzliche Anforderungen für öffentliche Aufträge in bestimmten Märkten.