| Allgemein |
| CAN-Protokoll | CAN 2.0A, CAN 2.0B |
| Übertragungsrate | 10 / 20 / 50 / 125 / 250 / 500 / 800 / 1000 kbps |
| CAN-Controller | NXP SJA1000 |
| Transceiver | PCA82C251 |
| Anzahl Ports | 2 |
| Anschluss | DB9-Stecker (männlich) |
| Galvanische Isolation | 2 kV pro Port |
| Terminierungswiderstand | optional, 120 Ohm |
| LED-Anzeigen | Tx/Rx pro Port |
| Betriebstemperatur (Standard) | 0 bis 55 °C |
| Betriebstemperatur (Wide Temp) | -40 bis 85 °C |
| Lagertemperatur | -40 bis 85 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 5 bis 95 % (nicht kondensierend) |
| EMV-Zertifizierung | EN 55032/35 |
| EMI-Zertifizierung | CISPR 32, FCC Part 15B Klasse B |
| ESD | IEC 61000-4-2, Kontakt: 4 kV, Luft: 8 kV |
| RS | IEC 61000-4-3, 80 MHz–1 GHz: 3 V/m |
| EFT | IEC 61000-4-4, Power: 1 kV |
| Surge | IEC 61000-4-5, Power: 2 kV |
| CS | IEC 61000-4-6, 150 kHz–80 MHz: 3 V/m |
| PFMF | IEC 61000-4-8 |
| Voltage Dip | IEC 61000-4-11 |
| Software | Windows-Treiber, DLL-Bibliothek mit Beispielanwendungen |
Die Moxa CP-602E-I ist eine
2-Port CAN-PCI-Express-Karte, die für den Einsatz in industriellen Steuerungssystemen und Automatisierungsanlagen konzipiert ist. Sie ermöglicht die Kommunikation über CAN-Bus (Controller Area Network) und ist für den Einbau in PCI Express-Systeme ausgelegt. Die Karte verfügt über zwei unabhängige CAN-Schnittstellen, die die Protokolle
CAN 2.0A und
CAN 2.0B unterstützen. Diese Standards sind weit verbreitet in der Automatisierungstechnik und ermöglichen die Datenübertragung zwischen verschiedenen Geräten in einer dezentralen Netzwerkstruktur. Die maximale Übertragungsrate beträgt 1 Mbps, wobei die Geschwindigkeit in Schritten von 10, 20, 50, 125, 250, 500, 800 und 1000 kbps benutzerdefiniert eingestellt werden kann. Dies gewährleistet Flexibilität bei der Anpassung an unterschiedliche Anforderungen im industriellen Betrieb.
Einsatzbereiche
Die CP-602E-I ist für den Einsatz in rauen industriellen Umgebungen ausgelegt, wo hohe Störfestigkeit und Zuverlässigkeit gefordert sind. Typische Einsatzszenarien umfassen die Kommunikation zwischen Steuergeräten, Sensoren, Aktoren und PLCs in Produktionsanlagen, Maschinenbau, Energieversorgungssystemen oder im Schienenfahrzeugbau. Die galvanische Isolation von 2 kV pro Port schützt die Karte effektiv gegen Spannungsspitzen und elektrische Störungen, die durch induktive oder kapazitive Kopplung entstehen können. Dies erhöht die Betriebssicherheit und reduziert das Risiko von Fehlfunktionen oder Schäden an der Hardware.
Funktionen und Ausstattung im Detail
Die Karte basiert auf dem
NXP SJA1000 CAN-Controller und dem
PCA82C251 Transceiver, die zusammen eine stabile Busarbitrierung und Fehlererkennung gewährleisten. Jeder der beiden Ports verfügt über einen
DB9-Stecker (männlich) als Anschluss, der für die Verbindung mit CAN-Bus-Netzwerken verwendet wird. Die Terminierungswiderstände von 120 Ohm sind optional integriert, wodurch die Netzwerkkonfiguration an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Für die Diagnose im Betrieb sind
LEDs für Sende- und Empfangsstatus (Tx/Rx) pro Port vorhanden, die eine visuelle Überwachung der Kommunikationsaktivität ermöglichen.
Technik verständlich erklärt
Die galvanische Isolation von 2 kV bedeutet, dass die elektrischen Schaltkreise der beiden CAN-Ports vom Hauptsystem elektrisch getrennt sind. Dies verhindert, dass Störspannungen oder Potentialunterschiede zwischen verschiedenen Geräten oder Netzwerken die Karte beschädigen oder die Datenübertragung beeinträchtigen. Die Verwendung des SJA1000-Controllers sorgt für eine zuverlässige Datenverarbeitung und Fehlererkennung, während der PCA82C251-Transceiver die physikalische Schnittstelle zum CAN-Bus bereitstellt. Die Kombination dieser Komponenten gewährleistet eine robuste und fehlerresistente Kommunikation.
Kompatibilität und Zubehör
Die Karte ist für PCI Express-Systeme konzipiert und erfordert einen entsprechenden Steckplatz im Host-Computer. Die Softwareunterstützung umfasst
Windows-Treiber sowie eine
DLL-Bibliothek mit Beispielanwendungen, die im Lieferumfang enthalten sind. Diese ermöglichen die Integration in eigene Softwarelösungen oder die Nutzung in Standard-Entwicklungsumgebungen. Die Variante CP-602E-I-T ist für erweiterte Betriebstemperaturen ausgelegt und kann im Bereich von -40 bis +85 °C eingesetzt werden, was sie für Anwendungen in extremen Umgebungen geeignet macht. Die Standardversion arbeitet im Temperaturbereich von 0 bis 55 °C.
Montage und Installation
Die Installation erfolgt durch Einbau der Karte in einen freien PCI Express-Slot des Computers. Die physische Montage erfordert keine zusätzlichen Bauteile, da die Karte direkt im Systemgehäuse befestigt wird. Die Verbindung zum CAN-Bus erfolgt über die DB9-Anschlüsse. Die Konfiguration der Schnittstelle erfolgt über die bereitgestellte Software, wobei die Übertragungsrate und andere Parameter an die Anforderungen des Netzwerks angepasst werden können.
Vorteile im Betrieb
Die Karte bietet eine hohe Störfestigkeit durch die 2-kV-Isolation und die Einhaltung verschiedener EMV-Normen, darunter EN 55032/35, CISPR 32 und FCC Part 15B Klasse B. Die Zertifizierungen für EMI (elektromagnetische Interferenz) und EMS (elektromagnetische Störfestigkeit) umfassen Tests wie ESD (elektrostatische Entladung), RS (radiofrequente Störung), EFT (elektrische Flickerstörung), Surge (Überspannung) und Voltage Dip (Spannungseinbruch). Diese Zertifizierungen garantieren eine zuverlässige Funktionsweise auch unter schwierigen elektromagnetischen Bedingungen. Die integrierten LEDs erleichtern die Fehlersuche und Wartung im laufenden Betrieb.