| Allgemein |
| Anzahl serieller Ports | 2 |
| Unterstützte serielle Standards | RS-232, RS-422, RS-485 (2-/4-Draht) |
| Datenrichtungssteuerung | ADDC (automatisch) |
| Galvanische Isolation | 2 kV |
| RS-485 Terminator | N/A, 120 Ω, 120 kΩ |
| RS-485 Pull High/Low | 150 kΩ, 10 kΩ, 4.7 kΩ, 3.3 kΩ, 1 kΩ, 909 Ω, 822 Ω, 770 Ω, 500 Ω, 485 Ω |
| Signalbelegung RS-232 | TxD, RxD, GND |
| Signalbelegung RS-422 | Tx+/-, Rx+/-, GND |
| Signalbelegung RS-485-4w | Tx+/-, Rx+/-, GND |
| Signalbelegung RS-485-2w | Data+/-, GND |
| Stromversorgung | 12 bis 48 VDC |
| Stromaufnahme | 300 mA |
| Anschluss Stromversorgung | Terminalblock |
| Schutzfunktionen Stromversorgung | Verpolungsschutz, Überstromschutz |
| Gehäusematerial | Metall |
| IP-Schutzklasse | IP30 |
| Montageart | DIN-Schiene |
| Betriebstemperatur | -40 bis 85 °C |
| Lagertemperatur | -40 bis 85 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 5–95 % (nicht kondensierend) |
| Zertifizierung EMV/EMI | EN 55032/35, CISPR 32, FCC Part 15B Class A |
| Zertifizierung EMS | IEC 61000-4-2 bis -4-8 |
| Sicherheitszertifizierung | UL 61010-2-201 |
| Explosionsschutz | UL/cUL Class I Div. 2 Groups A/B/C/D, ATEX Zone 2 |
| Vibrationstest | IEC 60068-2-6 |
Der Moxa ICF-1150 ist ein industrieller Medienkonverter, der serielle Schnittstellen im RS-232/422/485-Standard mit Glasfaserkommunikation verbindet. Er dient als Brücke zwischen klassischen seriellen Geräten und modernen Glasfaser-Netzwerken, um Daten über große Entfernungen zu übertragen, ohne die Signalqualität zu beeinträchtigen. Das Gerät ist speziell für den Einsatz in rauben Industrieumgebungen konzipiert, wo hohe mechanische Belastungen, extreme Temperaturen und elektromagnetische Störungen üblich sind. Der Konverter verfügt über einen ST-Anschluss für Multimode-Fasern und ermöglicht somit eine zuverlässige, galvanisch isolierte Datenübertragung.
Einsatzbereiche
Der ICF-1150 eignet sich für Anwendungen in der industriellen Automatisierung, wie in der Fertigungssteuerung, der Energieversorgung, der Verkehrsinfrastruktur oder der Prozessautomatisierung. Er wird eingesetzt, wenn serielle Geräte, beispielsweise Sensoren, Steuerungen oder Messgeräte, über längere Strecken mit einem Netzwerk verbunden werden müssen, ohne dass die Signalintegrität leidet. Die Zertifizierung für explosionsgefährdete Bereiche (ATEX Zone 2, UL/cUL Class I Div. 2) erweitert den Einsatzbereich in Umgebungen mit erhöhtem Explosionsrisiko, wie in der Petrochemie oder im Bergbau.
Funktionen und Ausstattung im Detail
Der Konverter verfügt über zwei serielle Ports, die die Standards RS-232, RS-422 und RS-485 (in 2- und 4-Draht-Technik) unterstützen. Die Baudrate kann im Bereich von 50 bps bis 921,6 kbps eingestellt werden, wobei auch nicht-standardisierte Werte unterstützt werden. Die Datenrichtungssteuerung erfolgt automatisch über die ADDC-Funktion (Automatic Data Direction Control), was die Konfiguration von RS-485-Netzwerken vereinfacht. Die galvanische Isolation von 2 kV schützt die angeschlossenen Geräte vor Spannungsspitzen und Potentialdifferenzen. Die RS-485-Widerstände können individuell konfiguriert werden, wobei verschiedene Terminator- und Pull-Widerstände (z. B. 120 Ω, 120 kΩ, 150 kΩ) zur Verfügung stehen, um die Signalübertragung an die jeweilige Topologie anzupassen.
Technik verständlich erklärt
Die serielle Schnittstelle wird über einen 5-poligen Terminalblock angeschlossen, wobei die Signalbelegung je nach Standard (RS-232, RS-422, RS-485) variiert. Die Glasfaserseite verwendet einen ST-Stecker für Multimode-Fasern, was eine hohe Bandbreite und geringe Dämpfung ermöglicht. Die Stromversorgung erfolgt über einen Terminalblock mit einer Eingangsspannung von 12 bis 48 VDC, wobei die maximale Stromaufnahme 300 mA beträgt. Die integrierten Schutzfunktionen wie Verpolungs- und Überstromschutz erhöhen die Betriebssicherheit. Das robuste Metallgehäuse bietet mechanischen Schutz, und die IP30-Schutzart schützt vor Berührung mit Fingern und gegen festen Fremdkörpern, jedoch nicht gegen Wasser oder Staub.
Kompatibilität und Zubehör
Der ICF-1150 ist kompatibel mit einer Vielzahl von seriellen Geräten, die die genannten Standards unterstützen. Die Verwendung von Multimode-Fasern ermöglicht eine flexible Integration in bestehende Glasfaser-Infrastrukturen. Die Zertifizierungen nach EN 55032/35, CISPR 32, FCC Part 15B Class A und IEC 61000-4-2 bis -4-8 gewährleisten eine hohe EMV-Festigkeit, was für die Zuverlässigkeit in industriellen Umgebungen entscheidend ist. Die Explosionsschutz-Zertifizierungen (ATEX Zone 2, UL/cUL Class I Div. 2) ermöglichen den Einsatz in gefährdeten Bereichen.
Montage und Installation
Das Gerät ist für die Montage auf einer DIN-Schiene ausgelegt, was eine einfache Integration in bestehende Schaltschränke ermöglicht. Die Abmessungen betragen 30,3 × 70 × 115 mm, und das Gewicht beträgt 330 g. Die Installation erfolgt über den Terminalblock für die serielle Schnittstelle und den ST-Stecker für die Glasfaser. Die Stromversorgung wird ebenfalls über den Terminalblock angeschlossen. Die Betriebstemperatur reicht von -40 bis 85 °C, was den Einsatz in extremen Umgebungen ermöglicht. Die Luftfeuchtigkeit von 5 bis 95 % (nicht kondensierend) ist ebenfalls für industrielle Anwendungen typisch.
Vorteile im Betrieb
Der ICF-1150 bietet eine hohe Betriebssicherheit durch galvanische Isolation, integrierte Schutzfunktionen und eine robuste Konstruktion. Die automatische Datenrichtungssteuerung (ADDC) reduziert die Konfigurationsaufwand bei RS-485-Netzwerken. Die Unterstützung nicht-standardisierter Baudraten erweitert die Kompatibilität mit speziellen Geräten. Die Zertifizierungen für explosionsgefährdete Bereiche und EMV-Festigkeit erhöhen die Zuverlässigkeit in kritischen Anwendungen. Die MTBF (Mean Time Between Failures) beträgt 792.085 Stunden nach Telcordia-Standard, was eine hohe Lebensdauer und geringe Ausfallwahrscheinlichkeit signalisiert. Die 5-jährige Garantie unterstreicht die Qualität und Zuverlässigkeit des Geräts.