IEC 61000-4-x, CISPR 32, FCC Part 15B Class A, UL 60950-1, NEMA TS2, RoHS, WEEE
MTBF
bis zu 850.000 Stunden
Stromversorgung
48 V
IPv6-Unterstützung
Der NPort 6610-32-48V von Moxa ist ein Device-Server der NPort 6600-Serie, der speziell für die Integration serieller RS-232-Geräte in TCP/IP-Netzwerke entwickelt wurde. Er dient als Brücke zwischen legacy-serialen Geräten und modernen Netzwerkinfrastrukturen, wodurch die Kommunikation über Ethernet- oder IP-basierte Systeme ermöglicht wird. Mit 32 seriellen Ports bietet er eine hohe Anschlussdichte und ist für industrielle Umgebungen ausgelegt, in denen Zuverlässigkeit und Sicherheit von zentraler Bedeutung sind.
Einsatzbereiche
Der Device-Server ist für den Einsatz in industriellen Anlagen, wie in der Fertigungsautomatisierung, Energieversorgung oder im Maschinenbau, geeignet. Er ermöglicht die Fernsteuerung und -überwachung von Geräten, die über serielle Schnittstellen kommunizieren, über bestehende Netzwerke. Die Unterstützung von industriellen Protokollen und die hohe Sicherheitsfunktionen machen ihn besonders für kritische Anwendungen mit erhöhtem Schutzbedarf geeignet.
Funktionen und Ausstattung im Detail
Jeder serielle Port verfügt über einen integrierten 64 KB-Portpuffer, der bei kurzzeitigen Netzausfällen oder Datenüberlastungen Datenverluste verhindert. Die Puffergröße kann optional über eine SD-Karte bis zu 32 GB erweitert werden. Die seriellen Schnittstellen sind konfigurierbar für RS-232, RS-422 oder RS-485, wobei die Baudrate von 50 bps bis 921,6 kbps eingestellt werden kann, einschließlich Nicht-Standard-Baudraten. Die seriellen Stecker sind als 8-polige RJ45-Stecker ausgeführt, was eine standardisierte und robuste Verbindung gewährleistet.
Technik verständlich erklärt
Der NPort 6610-32-48V verfügt über einen Ethernet-Port mit 10/100BaseT(X) und Auto MDI/MDI-X, der eine flexible Netzwerkverbindung ermöglicht. Die Isolation von 1,5 kV schützt vor elektrischen Störungen. Die Netzwerkfunktionen umfassen IPv6-Unterstützung sowie Redundanzmechanismen wie STP, RSTP und Turbo Ring (bei Verwendung eines Netzwerkmoduls). Die Verschlüsselungssicherheit wird durch TLS 1.2, SSHv2, AES-128/256, HMAC, RSA-1024 und SHA-1/256/384 gewährleistet. Authentifizierung erfolgt lokal, über RADIUS oder TACACS+.
Kompatibilität und Zubehör
Die Geräte der NPort 6600-Serie sind für die Montage in Rack-Systemen ausgelegt und können auch an DIN-Schienen oder an der Wand befestigt werden. Die Erweiterung der Netzwerkfunktionen ist über NM-Module für RJ45 oder Glasfaser (100BaseFX) möglich. Die seriellen Ports sind manuell justierbar, insbesondere die RS-485-Widerstände, um die Signalqualität in anspruchsvollen Umgebungen zu optimieren.
Montage und Installation
Die Installation erfolgt über die integrierte LCD-Konfigurationsanzeige und Tastensteuerung (nur bei Standardmodellen der 6600-Serie). Alternativ kann die Konfiguration über eine Webkonsole (HTTP/HTTPS), Telnet/SSH, DSU oder das MCC Tool erfolgen. Die Betriebstemperatur liegt bei 0 bis 55 °C (Standardversion), wobei HV-Modelle bis zu 85 °C betrieben werden können. Die relative Luftfeuchte beträgt 5–95 % (nicht kondensierend). Die Gehäuse sind aus Metall gefertigt und erfüllen die Anforderungen an industrielle Robustheit.
Vorteile im Betrieb
Der Device-Server bietet eine hohe Verfügbarkeit durch den integrierten Portpuffer und die Unterstützung von Redundanzprotokollen. Die flexible Konfiguration der Betriebsmodi – darunter Real COM, TCP Server/Client, UDP, Reverse Telnet, PPP und RFC2217 – ermöglicht eine Anpassung an unterschiedliche Anwendungsszenarien. Die Sicherheitsfunktionen wie HTTPS, SNMPv3 und SSHv2 schützen die Datenübertragung vor unbefugtem Zugriff. Die Zertifizierungen nach IEC 61000-4-x, CISPR 32, FCC Part 15B Class A, UL 60950-1, NEMA TS2, RoHS und WEEE sowie die Vibrations- und Fallprüfung nach IEC 60068 garantieren die Zuverlässigkeit in anspruchsvollen Umgebungen. Die MTBF beträgt bis zu 850.000 Stunden (modellabhängig).