| Allgemein |
| Schnittstellen | 1x RS-232/422/485, 1x 100BaseF(X) Multi-Mode Fiber (SC) - |
| Optische Isolation | 2 kV |
| Betriebstemperatur | 0 bis 55 °C |
| Stromversorgung | redundante DC-Anschlüsse - |
| Betriebsmodi | TCP-Server, TCP-Client, UDP - |
| ADDC-Funktion | ja - |
| Kaskadierbare Ethernet-Ports | für RJ45-Anschlüsse - |
| Gehäuse-Schutzart | IP30 - |
| Montage | Hutschiene - |
| Fiber-Steckverbindung | SC - |
Der Moxa NPort IA-5150I-M-SC ist ein
Device-Server für industrielle Anwendungen, der serielle RS-232/422/485-Geräte mit einem Ethernet-Netzwerk verbindet. Das Gerät dient als
Seriell-zu-Ethernet-Konverter und ermöglicht den Zugriff auf serielle Endgeräte über ein Netzwerk. Es ist speziell für den Einsatz in Automatisierungsanlagen konzipiert, wo Geräte wie PLCs, Sensoren, Messgeräte, Motoren, Antriebe, Strichcode-Leser oder Bedieneranzeigen über ein Netzwerk angesprochen werden müssen. Das kompakte Gehäuse ist für die Montage auf einer Hutschiene ausgelegt und bietet eine robuste Bauweise für den industriellen Einsatz.
Einsatzbereiche
Der NPort IA-5150I-M-SC eignet sich für Anwendungen, bei denen serielle Geräte in bestehende Ethernet-Netzwerke integriert werden sollen. Typische Einsatzszenarien sind die Überwachung und Steuerung von Maschinen in der Fertigung, die Datenübertragung aus Mess- und Prüfgeräten sowie die Vernetzung von Peripheriegeräten in Logistik- und Lageranlagen. Die Unterstützung von RS-232/422/485 ermöglicht die Anbindung verschiedener serieller Schnittstellen, wobei die RS-485-Unterstützung mit zwei- und vierleitiger Konfiguration besonders für längere Übertragungsstrecken geeignet ist.
Funktionen und Ausstattung im Detail
Das Gerät verfügt über einen seriellen Port, der RS-232, RS-422 und RS-485 unterstützt. Die
patentierte ADDC-Funktion (Automatic Data Direction Control) sorgt für eine automatische Steuerung der Datenrichtung bei RS-485-Verbindungen, was die Konfiguration vereinfacht und Fehlerquellen reduziert. Die Betriebsmodi umfassen
TCP-Server,
TCP-Client und
UDP, wodurch flexible Kommunikationsmöglichkeiten mit Netzwerksoftware gegeben sind. Zudem bietet das Gerät
kaskadierbare Ethernet-Ports, die jedoch nur für RJ45-Anschlüsse verfügbar sind und nicht für den integrierten Fiber-Port.
Technik verständlich erklärt
Der NPort IA-5150I-M-SC verfügt über einen
100BaseF(X) Multi-Mode Fiber-Port mit SC-Steckverbindung, der für die Übertragung über Glasfaserkabel ausgelegt ist. Dies ermöglicht eine zuverlässige Datenübertragung über längere Strecken ohne Signalverlust. Die optische Isolation von 2 kV schützt das Gerät und die angeschlossenen Geräte vor Spannungsspitzen und Potentialdifferenzen. Die Stromversorgung erfolgt über redundante DC-Anschlüsse, was die Verfügbarkeit erhöht. Die Betriebstemperatur reicht von 0 bis 55 °C, was den Einsatz in Innenräumen mit moderaten Umgebungsbedingungen ermöglicht. Das Gehäuse ist nach
IP30 geschützt, was vor Zugriff durch feste Fremdkörper ab 2,5 mm schützt, jedoch keine Schutzfunktion gegen Wasser oder Staub bietet.
Kompatibilität und Zubehör
Das Gerät ist für die Verbindung mit seriellen Geräten konzipiert, die RS-232, RS-422 oder RS-485 unterstützen. Die Netzwerkverbindung erfolgt über Ethernet, wobei die Fiber-Verbindung über SC-Stecker realisiert wird. Die Kombination mit anderen NPort-Modellen oder Netzwerkgeräten ist möglich, insbesondere wenn kaskadierbare RJ45-Ports genutzt werden. Die Warnfunktionen über Relaisausgang und E-Mail ermöglichen eine Überwachung des Gerätszustands und eine Benachrichtigung bei Störungen.
Montage und Installation
Das Gerät wird auf einer Hutschiene montiert, was eine einfache Integration in bestehende Schaltschränke ermöglicht. Die Installation erfordert die Verbindung des seriellen Ports mit dem Zielgerät und die Netzwerkverbindung über das Fiber-Kabel. Die Stromversorgung erfolgt über die redundanten DC-Anschlüsse. Die Konfiguration erfolgt über Netzwerkprotokolle, wobei die genaue Vorgehensweise in der Dokumentation beschrieben ist.
Vorteile im Betrieb
Die Kombination aus serieller Schnittstelle und Ethernet-Netzwerkverbindung ermöglicht eine flexible Integration bestehender Geräte in moderne Netzwerke. Die optische Isolation und redundante Stromversorgung erhöhen die Zuverlässigkeit. Die Unterstützung verschiedener Betriebsmodi und die automatische Datenrichtungssteuerung (ADDC) reduzieren die Konfigurationsaufwand. Die Verwendung von Glasfaserkabeln mit SC-Steckern bietet eine stabile Verbindung über längere Distanzen.