| Allgemein |
| Verwendung | RS-232 zu Glasfaser |
| Stromversorgung | über serielle Schnittstelle (TxD, RTS, DTR) oder extern über USB oder DC-Netzteil |
| Optischer Anschluss | ST-Stecker |
| Gehäuse | kompakt |
| Übertragungsreichweite | bis 40 km km |
| Faserart | Singlemode |
| Serieller Anschluss | DB9 Buchse (female) |
| LED-Anzeige | automatische Port-Power-Anzeige |
| Isolierung | gegen Erdungspotentialunterschiede, Erdschleifen, EMI/RFI-Störungen, HF-Strahlung |
| Testmodus | über SW4-Schalter |
Der TCF-90-S-ST von Moxa ist ein kompakter RS-232-zu-Glasfaser-Konverter, der für die verlustfreie Übertragung serieller Daten über Glasfaserkabel entwickelt wurde. Das Gerät ermöglicht die Umwandlung von RS-232-Signalen in optische Signale, die über Singlemode-Fasern bis zu einer Reichweite von 40 km übertragen werden können. Die optische Isolation schützt die Daten vor Erdungspotentialunterschieden, elektromagnetischen Störungen (EMV) sowie chemischer Korrosion, was ihn besonders für industrielle Umgebungen und sicherheitskritische Anwendungen geeignet macht. Die Stromversorgung erfolgt entweder über die serielle Schnittstelle (über die Signalleitungen TxD, RTS, DTR) oder optional über ein externes DC-Netzteil oder USB. Der optische Anschluss erfolgt über einen ST-Stecker, der für eine sichere und stabile Verbindung sorgt.
Einsatzbereiche
Der Konverter ist für industrielle Steuerungssysteme, Gebäudeautomation und sichere Datenverbindungen zwischen Gebäuden konzipiert. Er eignet sich insbesondere dort, wo eine galvanische Trennung der Datenleitungen erforderlich ist, um Störungen durch Erdschleifen oder Spannungsdifferenzen zu vermeiden. Die hohe Reichweite von bis zu 40 km bei Singlemode-Fasern macht ihn auch für Anwendungen über größere Entfernungen geeignet, beispielsweise in der Energieversorgung oder im öffentlichen Nahverkehr.
Funktionen und Ausstattung im Detail
Der TCF-90-S-ST verfügt über eine automatische LED-Port-Power-Anzeige, die den Betriebszustand des Ports visuell signalisiert. Die serielle Schnittstelle wird über eine DB9-Buchse (female) realisiert, was eine Standardverbindung für viele industrielle Geräte ermöglicht. Ein integrierter Testmodus, der über den Schalter SW4 aktiviert wird, erlaubt die Prüfung der Spannungsversorgung und unterstützt die Fehlersuche bei der Installation. Die Empfehlung lautet, RTS oder DTR auf ON zu setzen, um eine sichere Stromversorgung über die serielle Schnittstelle zu gewährleisten. Bei inaktiven Handshake-Leitungen wird eine externe Stromversorgung empfohlen.
Technik verständlich erklärt
Die Umwandlung von RS-232-Signalen in optische Signale erfolgt durch einen integrierten Transceiver, der die elektrischen Signale in Lichtimpulse umwandelt und über das Glasfaserkabel überträgt. Die Rückwandlung erfolgt am Empfänger-Ende. Die optische Isolation sorgt dafür, dass keine elektrischen Verbindungen zwischen den Geräten bestehen, was Störungen durch Erdungsspannungen oder elektromagnetische Interferenzen (EMI/RFI) verhindert. Die Verwendung von Singlemode-Fasern ermöglicht eine hohe Bandbreite und lange Übertragungsstrecken, da das Licht in einem einzigen Modus geführt wird, was Verzerrungen minimiert.
Kompatibilität und Zubehör
Der Konverter ist für den Einsatz mit Singlemode-Glasfaserkabeln ausgelegt. Die Verbindung erfolgt über einen ST-Stecker, der in vielen industriellen und telekommunikativen Anwendungen Standard ist. Die Stromversorgung über die serielle Schnittstelle erfordert, dass die Signalleitungen TxD, RTS und DTR aktiv sind, um die Versorgungsspannung zu liefern. Bei Geräten, die diese Leitungen nicht nutzen, ist eine externe Stromversorgung erforderlich.
Montage und Installation
Die Installation erfolgt über die DB9-Buchse an der seriellen Schnittstelle des angeschlossenen Geräts und den ST-Stecker an der Glasfaserleitung. Die Verkabelung ist einfach und erfordert keine speziellen Werkzeuge. Die LED-Anzeige unterstützt die visuelle Überprüfung des Betriebszustands. Die Empfehlung zur Nutzung von RTS oder DTR für die Stromversorgung sollte bei der Konfiguration berücksichtigt werden, um eine zuverlässige Funktion zu gewährleisten.
Vorteile im Betrieb
Die galvanische Trennung durch die optische Isolation erhöht die Betriebssicherheit und reduziert Störungen. Die lange Reichweite von bis zu 40 km bei Singlemode-Fasern ermöglicht flexible Netzwerkaufbauten. Die Möglichkeit, die Stromversorgung über die serielle Schnittstelle oder extern zu realisieren, bietet Flexibilität bei der Installation. Die kompakte Bauform und die einfache Bedienung durch die LED-Anzeige und den Testmodus erleichtern die Integration in bestehende Systeme.