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WLAN Tipps & Tricks

 

Wie oft sind Sie auf das Problem gestoßen, dass Sie irgendwo in Ihrer Wohnung keinen ausreichenden WLAN-Empfang haben, um z.B. einen Film unterbrechungsfrei streamen zu können? Hier wird Ihnen erklärt, wie Sie die Reichweite des WLAN-Netzes vergrößern können.

Flächendeckender WLAN-Empfang in der ganzen Wohnung oder im ganzen Haus ist durchaus praktisch. Das ermöglicht sämtlichen Drahtlosgeräten wie Notebooks, Smartphones und Tablets einen unterbrechungsfreien Zugriff ins Internet oder das lokale Netzwerk. Da die Kabellose Technologie inzwischen schon sehr weit fortgeschritten ist, ist es oft schon gar nicht mehr nötig, Geräte über ein Kabel ins Internet einzubinden.
Komplett flächendeckendes WLAN ist aber bereits in einem Reihenhaus durchaus eine kleine Herausforderung, da sich immer irgendwo ein kleines Funkloch platzieren kann. Mit einem einzigen Router bzw. Access Point ist es eigentlich schon unmöglich, ein Einfamilienhaus vom Keller bis ins Dachgeschoss komplett abzudecken. Zu viele Störungsfrequenzen durch Elektrogeräte, zu viele Wände und störende WLAN-Netze der Nachbarn, die dem eigenen WLAN-Signal dazwischenfunken.
Noch schwieriger wird der Sachverhalt, wenn man größere Entfernungen zu naheliegenden Firmennetzwerken oder öffentlichen Hotspots überbrücken will. Selbst unter einwandfreien Bedingungen (keine anderen Netzwerke, keine Objekte/Hindernisse in Sichtweite) ist mit herkömmlicher Netzwerkhardware nur eine Übertragungsreichweite von wenigen hundert Meter möglich. Jedes Objekt, selbst wenn es nur ein Baum ist, ist ein großes Hindernis für das Signal

 

Warum kommt das WLAN-Signal nicht an ?

WLAN sendet mit 2,4 bzw. 5Ghz. Damit gleichen die Funkwellen immer mehr denen des Lichts. Jedes Hindernis, das sich zwischen Empfänger und Sender befindet schwächt somit die Übertragungsstärke ab. Dabei spielt auch das Material des Hindernisses eine Rolle. Eine Ziegel- oder Gipswand lässt sich von einem WLAN-Signal noch relativ leicht, ohne viel Verlust der Signalstärke, durchdringen. Schwieriger wird es bei einer Stahlbetonwand bzw. -decke, da diese extrem isolierend für ein WLAN-Signal wirkt. Auch im eigenen Heim können Möbel, Wände oder auch Personen durch Reflexionen das WLAN-Signal stärken oder schwächen.

 

MIMO-Antennentechnik

Access Points bzw. Router, die über mehrere Antennen verfügen unterstützen meist auch MIMO (Multiple Input Multiple Output) und sind damit weniger anfällig gegenüber Reflexionen. Diese Technik nutzt sogar die Reflexionen des Signals, um dessen Reichweite zu erhöhen.
MIMO befindet sich in den meisten Routern und Access Points bereits seit dem WLAN-Standard 802.11n (aktuell ist 802.11ac). Wer noch auf einem älteren Standard ohne MIMO-kompatiblen Router sendet, kann durch dieses Upgrade eine durchaus spürbare Verbesserung erfahren.
Jedoch müssen nicht alle Geräte die auf n-WLAN (oder neuer) basieren auch MIMO unterstützen. Ein gutes Beispiel sind USB-WLAN-Sticks, die schlicht keinen Platz für komplizierte Antennentechnik bieten. Auch günstigere Router, die nur mit 2 oder weniger Antennen ausgestattet sind, sind nicht in der Lage mehrere Datenströme gleichzeitig zu managen. Bei einem Router, der mit einer max. Datenrate von 150Mbit/s beworben ist, können Sie sich ziemlich sicher sein, dass dieses Modell keine MIMO-Funktion bietet. Bei 300Mbit/s lässt sich mit 2 Antennen die MIMO-Funktion durchaus nutzen. Datenströme mit 450Mbit/s können mit 3 Antennen erreichen. Soll die Datenrate mit MIMO-Funktion 600Mbit/s übersteigen, werden meistens 4 oder mehr Antennen verwendet.

 

Korrekte Platzierung

Ohne Sinn ist es, den Router im Keller zu platzieren nur, weil er dort nahegelegen zu einer DSL-Dose ist, oder die Frau des Hauses ihn gerne aus den Augen hätte. Grundsätzlich gilt, je zentraler der Router in einer Wohnung oder einem Haus steht, desto besser ist der Empfangsbereich im kompletten Wohnraum. Achten Sie aber bei der Platzwahl Ihres Routers darauf, dass keine großen Elektrogeräte o.Ä. in unmittelbarer Nähe stehen, da diese das WLAN-Signal extrem beeinträchtigen können.

Der richtige Channel

Stellt sich heraus, dass Ihr WLAN auf demselben Kanal wie das Ihres Nachbarn sendet, ist es ratsam, den Kanal ihres Drahtlosnetzwerks zu ändern. Reichweite und Datenübertragungsraten können stark unter sich überlappenden Netzwerken leiden. Ausreichend ist es aber leider nicht, Ihr Netz um nur einen Kanal zu verschieben, da 2,4GHz-Netzwerke mit einem Kanalraster von 5 MHz Unterscheid pro Kanal senden. Ein einzelnes Signal deckt aber bis zu 20 MHz ab, also sollten sie Ihr Netz um mindestens 4 Kanäle verschieben um wirklich „störungsfrei“ senden zu können. Sendet ihr Nachbar also auf Kanal 6 sollten Sie auf Kanal 2 oder 10 ausweichen.
Die Lösung für überfüllte Verhältnisse (und damit auch für Reichweitenprobleme) ist das 5GHz Band. Dieses bietet 23 Kanäle, die darüber hinaus nicht überlappend aufgestellt sind und nicht von Bluetooth-Geräten oder Bewegungsmeldern etc. eingeschränkt werden. Zu beachten ist aber, dass bis dato recht wenige Geräte den 5Ghz-Empfang unterstützen. Die meisten neueren Geräte sind mit dem 5Ghz-Band kompatibel, trotz allem kommen aber noch immer Router auf den Markt, die nur mit 2,4GHz senden. Vor einer Neuanschaffung sollten Sie sich mit den Technischen Daten Ihres Wunschprodukts auseinandersetzen, wenn sie auf 5GHz senden wollen. Eine gute Alternative zu einem neuen Router ist ein Access Point, der auf 5GHz sendet, und an ihren Router angeschlossen wird. Damit behalten Sie Verbindung zu den „alten“ 2,4GHz-Geräten und können zusätzlich neue bzw. kompatible Geräte in ihr 5GHz-Netz einbinden.
Das 5GHz-Band lässt sich zwar leichter durch Objekte und Wände abschwächen, wird dafür aber nicht durch bereits vorhandene Signale beeinträchtigt. Somit können sich Reichweite und Empfangsstärke in einem Heimnetzwerk fast gleichen.

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