USB 3.2

Diese Neuentwicklung hört auf den Namen USB 3.2 und kann derzeit nur über ein Typ-C-Kabel genutzt werden. Eine solche Datenrate ließ sich aber nur ermöglichen, in dem man einen zweiten High-Speed Data Path in das Kabel integrierte, welcher von Anfang an für USB Typ-C geplant war. Durch diesen Multi-Lane-Betrieb verdoppelt sich die mögliche Transferrate auf 20 GBit/s, was jedoch einen neuen USB-Controller erfordert.
Die technische Grundlage von USB 3.2 sind die sog. High Speed Data Paths, die mit dem Typ-C-Stecker eingeführt wurden. Grundsätzlich befinden 4 solcher Lanes in jedem Stecker und jedem Kabel, jedoch war bisher nur eine Lane für den Datentransfer freigegeben. Die anderen drei Data Paths sind für alternative Modi wie z.B. Displayport verwendet worden. Durch den Multi Lane Betrieb sollen nun Daten mit über 2 GB/s übertragen werden, sofern das nötige Interface vorhanden ist.
Der Vorteil dieses neuen USB Standards ist, dass keine neuen Kabel benötigt werden. Ein Typ-C-Kabel, dass für 10 GBit/s zertifiziert ist, wird in der Lage sein, die vollen 20 GBit/s zu übertragen. Das Problem des neuen USB-C-Standards liegt jedoch darin, dass die Entwicklung des entsprechenden Controllers länger auf sich warten lässt als die kompatible Hardware (die im Falle des Kabels bereits schon besteht). Host- und Client Controller werden von Unternehmen wie Asmedia entwickelt, unterstützt werden 20 GBit/s aktuell nur von AMD. Intel ist diesbezüglich jedoch nicht außen vor, da sich USB 3.2 gerade noch am Ende der Planungsphase befindet. Nach der Vorstellung des neuen Standards im September 2017 werden entsprechende Controller allerdings frühestens 2018 auf dem Markt zu finden sein. Intel hat folglich noch genug Spielraum eine Unterstützung für USB 3.2 zu entwickeln. Bis sich der kommende Standard jedoch in Geräten wie Notebooks etc. wiederfindet, kann es 2019 werden, denn selbst USB 3.1 Gen. 2 ist noch keine Selbstverständlichkeit in aktuellen Geräten.
