Vorsicht vor Ramsomware – Hacker verschlüsseln Ihren PC

Ransomeware-Angriffe sind für Internetkriminelle ein lukratives Geschäft. Viele Opfer zahlen das geforderte Lösegeld, um ihre Daten zurückzuerhalten, anstatt gegen die Täter vorzugehen.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 registrierte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einen Anstieg um das rund 70-fache solcher Angriffe im Vergleich zum Vorjahr. Besonders der Verschlüsslungstrojaner namens „Locky“ trägt die Verantwortung für den Anstieg dieser Angriffe. Der Anbieter für Sicherheitssoftware Kaspersky registrierte alleine im dritten Quartal (Juli-September) 821.865 Angriffe auf Systeme, die ihre Software verwenden. Auch in den nächsten Monaten ist noch mit solchen Angriffen zu rechnen.

Das Verfahren der Ransomware-Attacken ist für Cyberkriminelle vor allem durch schlechten Schutz seitens der Opfer attraktiv. Unternehmen und einzelne Nutzer selbst schuld, da sie oft nicht darauf achten welche Mail-Anhänge sie öffnen. Auch wenn viele IT-Spezialisten und Sicherheitsunternehmen davor warnen, scheinen noch immer viele Nutzer nicht darauf zu hören und fallen oft den Trojanern zum Opfer.
Darüber hinaus sind viele auch bereit, ihr unvorsichtiges oder fehlerhaftes Verhalten durch eine hohe Zahlungsbereitschaft auszugleichen. Laut Kaspersky folgt ein gutes Drittel der Opfer den Lösegeldforderungen, die sich meist im dreistelligen Eurobereich befinden. Diese Lösegelder werden via Bitcoin-Transaktion überwiesen, damit Täter möglichst schwer zu identifizieren sind. Die hohe Erfolgsquote steigert die Attraktivität enorm, womit es noch schwerer wird, die Verantwortlichen aufzuspüren. Außerdem bekommen gut 20% der Opfer, die bezahlt haben trotzdem keinen Code, um wieder Zugriff auf Ihre Daten zu erhalten.


Der beste Weg solche Angriffe vorzubeugen, wäre Experten mit der Analyse der Angriffsstrategien zu beschäftigen, wie es z.B. in den USA schon üblich ist, um die Hintermänner aufspüren zu können. Deutschlandweit gibt es noch keine staatliche Institution, die dagegen vorgeht, allerdings bieten einzelne Bundesländer spezielle Zentren, die vor allem Unternehmen betreuen, um derartige Angriffe zu umgehen.