Die Technik der Bandkassetten

Geschichte des Bandes

Der Beginn der Bänder lag einfach auf Alu-Tellern auf denen es hin- und hergespult wurde. Da das Band einfach nur offen auf den Tellern lag und noch aus Papier bestand riss es  andauernd. Man entwickelte als Reaktion darauf das Kunststoffband. Als das Band dann aus Kunststoff bestand gingen die Bandrisse stark zurück. Jedoch konnten trotzdem nur Profis mit den offenen Bänderwickeln umgehen. Andauernd verhedderte und verdrehte sich das Band – und trug auch Schäden davon.
Etwas neues musste her.

Dann wurden Spulen verwendet. Jedoch brachte auch diese Lösung kaum Mehrwert. Die Profis konnten gerade noch damit umgehen, für den Otto-Normalverbraucher war diese Lösung jedoch immernoch nichts. Man musste das Band nämlich aufwändig und vorsichtig um die Tonköpfe legen und in die Aufwickelspule einzwängen. Und wenn einem Tonbandtechniker dann einmal so ein Band unter den Augen vieler Zuschauer aufgegangen ist, der war sich der Schadenfreude und der Blicke sicher.

 

Die unscheinbare Erfindung die weltweiten Erfolg bescherte
 



Nachdem mehrere Firmen dann versuchten, ein Kassettensystem auf den Markt zu bringen, gelang Phillips 1963 mit dem CC-Tape dann der große Wurf. Die Kassette wie wir sie kennen, war geboren!

Und ihr Siegeszug war umwerfend.

Anfangs begann er anfangs noch recht harmlos, im Jahre 1963 gab es ja weder Computer noch irgendwie die Möglichkeit Zuhause Musik zu hören. Die ersten richtigen großen Spulentonbandgeräte waren zwar vorhanden, aber niemals für den Privatverbraucher bedien- oder bezahlbar. Als dann die kleine unscheinbare Plastik-Kompaktkassette von Phillips auf den Markt kam, mit einem kleinen Fenster zum zuschauen wie sich das Band innen drehte, konnte man es kaum glauben. Es war “einfach zu einfach”.  Vorallem Jugendliche waren davon begeistert, billig und einfach zuhause Musik aufnehmen zu können. Die Musikindustrie reagierte mit Kampagnen wie “Home Taping is Killing Music”, die Hip-Hopper-Szene entstand und Mix-Tapes wurden berühmt. Musik wurde für den Privatverbraucher erschwinglich. Die Compact-Kassette sollte Jahrzehntelang Standard bleiben – bis die CD sie ablöste. Doch auch heute noch wird die Kassette vorallem in ärmeren Ländern aufgrund ihrer Robustheit und ihrer großen Stückzahl geschätzt.

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