Industrial / Managed Powerline

Industrial Powerline, das Next-Generation Powerline?

 

Wozu benötigt man Industrial Powerline?

Normale Powerline-Bridges arbeiten nach dem HomePlug oder dem HomePlugAV Standard.
Die Geräte sind auf Grund ihres Zugriffsverfahrens im Netzwerk nur begrenzt skalierbar. Es sollten nicht mehr als 15 Geräte zu einem Netzwerk verknüpft werden, da sonst der Datendurchsatz deutlich reduziert wird. Zudem ist die Reichweite auf 200 m begrenzt und eher an die Anforderungen im privaten Bereich angepasst. Außerdem lassen sich keine Bandbreitenbeschränkungen für einzelne Teilnehmer konfigurieren, alle Geräte teilen sich das verwendete Stromkabel und die vorhandene Bandbreite.

Da es keinerlei Einschränkungen für den Datenverkehr zwischen den Geräten gibt, kann jeder innerhalb des Netzes auf den Computer eines anderen Teilnehmers zugreifen. Lediglich die Datenübertragung wird durch leistungsfähige Verschlüsselungsmechanismen geschützt.

 

Neue Leistungen mit Allnet Industrial Powerline

Industrial Powerline arbeitet mit einer Brutto- Datenübertragungsrate von maximal 200Mbs, dabei lassen sich Netto-Übertragungsgeschwindigkeiten von knapp 70Mbs erreichen.

Die unterstützte Kabellänge beträgt innerhalb eines Stromsegments maximal 200 m. Durch die Integration von Coax-Leitungen kann die Reichweite auf maximal 1 Kilometer ausgeweitet werden. Da beide Varianten problemlos gemischt werden können, lässt sich so die Flexibilität und Leistungsfähigkeit deutlich erhöhen.

Bei Industrial PowerlineProduktbild zu AVM 20002582, EAN: 4023125025822 - netzwerk - powerline erfolgt die Datenübertragung durch die Steuerung einer „Headend-Station". Dieses Gerät weist einzelnen Clients Zeitschlitze für die Datenübertragung zu und kann bis zu 63 angeschlossene Endgeräte verwalten. Wenn mehr Endgeräte versorgt werden sollen oder die Kabellänge von 200 m überschritten wird, können Repeater zur Signalverstärkung verwendet werden.

Der Repeater zählt bei einer Headend-Station als einzelner Client und ermöglicht selber wieder den Anschluss von bis zu 62 Stationen. Durch das Zeitschlitzverfahren (ähnlich Token-Ring) ergeben sich zusätzliche Verwaltungsoptionen, wie beispielsweise Bandbreitensteuerung einzelner Endgeräte, QoS (Quality of Service), VLAN und Anmeldesteuerung der Clients an Repeater- und Headend-Station. Im Übertragungsweg zweier Endgeräte dürfen zwei Time Domain-Repeater verwendet werden. So kann in einer Baumstruktur eine sehr große Anzahl von Clients und auch eine Erweiterung der möglichen Kabellänge realisiert werden.

In größeren Installationen könnte dabei evtl. die Laufzeit bei Netzwerkpaketen zu lang werden. Daher gibt es zusätzlich noch den Frequency Domain-Repeater, der durch die Aufteilung verwendeter Frequenzbereiche den parallelen Betrieb mehrerer Teilbereiche des Netzwerks ermöglicht.

 

Wann verwendet man Industrial Powerline?

  • Wenn eine Installation mehr als 15 angeschlossene Powerline-Geräte pro Netzwerk benötigt
  • Wenn erweiterte Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind.
  • Wenn das Netzwerk mit erweitertem Management und Diagnose ausgestattet werden soll.
  • Wenn die Entfernungen im Netzwerk größer werden und Repeater verwendet werden müssen.
  • Wenn es erforderlich ist, die Bandbreite einzelner Endgeräte einzustellen.