Faxversand trotz VoIP
Die Wende zur völlig digitalen Kommunikation ist seit einigen Jahren im Gange. Auch die Deutsche Telekom plant, mehr und mehr von ISDN auf VoIP umzustellen. Das Unternehmen hat sich vorgenommen, bis 2018 keine ISDN-Anschlüsse mehr zu verkaufen. Bemerkbar macht sich das für den Endverbraucher aber meist nur bei auftretenden Problemen mit dem Faxversand, denn dieser wird durch die Umrüstung auf VoIP schwer be- bzw. verhindert.
Der Faxversand läuft mit einer konstanten Badbreite von 64 kBit/s über die analoge ISDN Leitung. VoIP-Leitungen können zwar sehr viel höhere Bandbreiten übertragen, jedoch liegt das Problem hierbei in der Stabilität. Da VoIP-Leitungen für Übertragungen von Sprachsignalen optimiert
wurden kann es hin und wieder zum Verlust von Datenpaketen kommen. Dieser Verlust führt dazu, dass die Übertragung der Modemsignale abbricht oder gar nicht zustande kommt. Grund dafür ist, dass einige Anbieter das T.38 Protokoll, welches analoge Modemsignale für digitale Leitungen optimiert, noch nicht unterstützen.
Wie ist es also möglich, ein Faxgerät in eine VoIP Leitung einzubinden?
- Anschluss über eine IP-Telefonanlage
Schließen Sie ihr Faxgerät an Ihre IP-Telefonanlage an, die das analoge Faxsignal konvertiert und für die VoIP-Leitung kompatibel macht. Alles was Sie also benötigen ist eine Telefonanlage und ein IP-basierter Anschluss.
- Anschluss über eine Cloud-Telefonanlage
Wechseln Sie von Ihrer ISDN-Telefonanlage auf eine Cloud-Telefonanlage aber möchten Ihr Faxgerät behalten, benötigen Sie einen sog. ATA (Analog-Telefon-Adapter), der das Fax für die Cloud-Anlage kompatibel macht. Dadurch können sie auch die Fax-to-Mail Funktion nutzen, mit der sie eingehende Fax als eMail empfangen.
Worauf müssen Sie achten?
- Bei Verwendung eines analogen Fax über VoIP benötigen sie einen ATA
- Alle von ihnen verwendeten Geräte (Fax, ATA, Anschluss und Telefonanlage) müssen das T.38 Protokoll unterstützen um die Konvertierung der Faxsignaltöne sicherzustellen
