Die Unterschiede von BIOS und UEFI

Wenn von BIOS oder UEFI die Rede ist, dann ist eigentlich immer dasselbe gemeint. Bei beidem spricht man von der Firmware, die sich darum kümmert, dass der Computer fehlerfrei hochfährt. Die Frage ist nur, worin sich UEFI und BIOS unterscheiden.
Vor allem mit Windows 8 verbreitete sich das UEFI (Unified Extensible Firmware Interface), weil Microsoft auf allen neuen Rechnern diese Implementierung vorsah. BIOS und UEFI weisen viele Unterschiede auf, gleichen sich aber auch in einigen Aspekten. Ein UEFI lässt sich aber auch auf älteren Rechnern installieren, sofern man das will.

 

BIOS

BIOS steht für Basic Input Output System und ist der Vorgänger des UEFI. Das BIOS übernimmt im Wesentlichen vor allem zwei Aufgaben. Eine davon ist, für einen reibungslosen Rechnerstart zu sorgen. Um das zu ermöglichen wird aus einem Speicher (nicht flüchtig) des Mainboards eine kleine Software geladen, welche den eigentlichen Boot des Betriebssystems ermöglicht. Dieser Vorgang wird als „Boot Strapping“ bezeichnet.
Die zweite Aufgabe ist, während dem Rechnerstart alle zum Boot benötigte Hardware zu initialisieren. Damit wird erreicht, das beim Hochfahren alle Komponenten (CPU, GPU, Festplatten etc.) funktionieren, die Ihnen den Gebrauch des Rechners ermöglichen. Somit ist es auch möglich, unter Verwendung eines Bootloaders, mehrere Betriebssysteme zu installieren, unter denen man bei einem Rechnerstart auswählen kann.

 

UEFI

Der BIOS-Nachfolger funktioniert im Ansatz ähnlich zu seinem Vorgänger, allerdings bietet das UEFI zahlreiche Verbesserungen. Dazu gehört eine grafische Aufwertung der Firmware und die Möglichkeit diese per Maus zu bedienen. Zudem ist das UEFI um einiges schneller bezüglich der Initialisierung der Hardware, was sich in einem schnelleren Systemstart bemerkbar macht. Außerdem sind im UEFI Netzwerktreiber hinterlegt, die einen Boot des Rechners über das Netzwerk erlauben. Verfügbar sind auch USB-Treiber (2.0), um das UEFI per USB-Stick zu flashen bzw. neu zu installieren, ohne dass ein Betriebssystem installiert sein muss. Praktisch ist somit auch, dass Maus und Tastatur vollständig benutzbar sind und auch Hot-Plug fähig sind. Zusätzlich dazu bietet das UEFI einen Bootmanager, in dem man die Bootreihenfolge festlegen kann, oder einzelne Laufwerke vom Boot ausschließen kann. Auch neu ist ein Partitionsschema, das auf den Namen GUID hört und das Formatieren von Festplatten mit mehr als 2 Terabyte ermöglicht. In Bezug auf Problemlösung bzw. -eingrenzung tat sich auch einiges. Einzelne Treiber sind nun unabhängig voneinander abschaltbar, um bei PC-Problemen den Fehler eingrenzen zu können.

 

Secure Boot

Mit der Version 2.3.1 des UEFIs kam auch das Secure Boot Feature, das verhindern soll, dass sich Schadsoftware in den Bootloader installiert. Secure Boot ist eine Art Schlüssel, der Teil des Bootloaders ist, wodurch für Software-Anbieter ein großes Problem entstand, da diese nicht ohne Umstände an einen Secure Boot-Schlüssel kommen. Das Ganze verstärkt zwar die Sicherheit einzelner Systeme, aber erschwert das Installieren von Bootloader-Software enorm.