Stecker Typ J (SEV 1011) — Schweiz und Liechtenstein
Drei Stifte in Linie, 10 A bei 230 V — der platzsparende Schweizer Netzstandard
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Der Stecker Typ J nach SEV 1011 ist der Standard-Netzstecker in der Schweiz und in Liechtenstein. Drei Kontaktstifte sind in einer Reihe angeordnet, der mittlere etwas versetzt und länger — das ist der Schutzleiter (PE). Die SEV 1011-Norm definiert mehrere Bauformen: T11/T12 sind die zweipoligen ungeerdeten Varianten für Kleingeräte, T13/T14 die geerdeten 10-A-Standardstecker, und T15/T16 die 16-A-Variante mit verstärkten Kontakten für Hochlastgeräte. T15/T16 hat die selben Außenabmessungen, passt aber nur in spezielle 16-A-Steckdosen. |
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Technische Eckdaten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Norm | SEV 1011 |
| Internationale Bezeichnung | Typ J |
| Nennspannung | 230 V AC |
| Nennstrom | 10 A (T13/T14) oder 16 A (T15/T16) |
| Polzahl | 3 (L, N, PE) in Linie |
| Stiftgeometrie | rund, Ø 4 mm |
| Polaritätsfest? | Ja |
| Bauformen | T11/T12 (2-pol), T13/T14 (3-pol 10A), T15/T16 (3-pol 16A) |
Schweizer Steckdose
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Die schweizerische Steckdose Typ T13 hat drei runde Öffnungen, leicht versetzt zueinander, in einer schwach hexagonalen Vertiefung. Das macht sie zum kompaktesten geeürdeten Netzanschluss in Europa. Für Mehrfachsteckdosen ist diese Bauform daher besonders beliebt — auf gleicher Frontfläche können mehr Anschlüsse untergebracht werden als bei Schuko. Die T13-Steckdose nimmt auch Typ-C-Eurostecker auf — der passt mechanisch in die zwei runden L/N-Öffnungen. Damit sind Schweizer Haushalte gut auf Reise-Geräte vorbereitet, der häufigste Reise-Stecker fünf Sterne der Insel der Schweiz. |
Wo wird Typ J verwendet?
| Land | Verbreitung |
|---|---|
| Schweiz | dominant |
| Liechtenstein | dominant |
| Ruanda | parallel zu Typ C/E |
| Madagaskar (vereinzelt) | historisch, im Rückgang |
| Jordanien (vereinzelt) | parallel zu Typ G und F |
Kompatibilität mit anderen Steckern
| Stecker | Passt in T13-Steckdose? | Hinweis |
|---|---|---|
| Eurostecker Typ C | ✓ Ja | passt in die zwei runden L/N-Öffnungen |
| Typ J (SEV 1011 T11/T12) | ✓ Ja | 2-polige Kleingeräte-Variante |
| Schuko Typ F | ✗ Nein | Schuko ist größer und hat seitliche Erdungslamellen |
| CEE 7/7 Typ E/F | ✗ Nein | passt mechanisch nicht |
💡 Für den Schweiz-Aufenthalt: Ein Schuko-Gerät passt nicht in die Schweiz. Für kurze Aufenthalte genügt ein Reise-Adapter Schuko ↔ Typ J. Für dauerhafte Installation oder Export-Geräte wird ein konfektioniertes Kabel mit Typ-J-Stecker empfohlen.
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Häufig gestellte Fragen
Was bedeuten T11, T12, T13, T15?
SEV 1011 unterscheidet die Bauformen nach Polzahl und Strom: T11/T12 = 2-polig 10 A ungeerdet, T13/T14 = 3-polig 10 A geerdet (Standard), T15/T16 = 3-polig 16 A für Hochlastgeräte.
Funktioniert mein Schuko-Gerät in der Schweiz?
Mechanisch nicht. Lösung: passiver Reise-Adapter Schuko ↔ Typ J oder ein konfektioniertes Anschlusskabel mit T13-Stecker für dauerhafte Installation.
Warum sind Schweizer Steckdosen so klein?
Bei der Auslegung 1953 priorisierte die Schweiz Platzeinsparung — auf gleicher Wandfläche passen 1,5 mehr T13-Dosen als Schuko. Praxis-Folge: 3-fach-Mehrfachsteckdosen mit gleichem Gehäuse wie eine deutsche 2-fach-Schuko.
Was ist eine T23-Steckdose?
Eine kombinierte T13/T23-Bauform, die sowohl 10-A- als auch 16-A-Stecker aufnimmt. Findet sich in Neubauten zunehmend für flexible Stromnutzung in Küchen und Werkstatt.
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