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Ratgeber für Elektroinstallationen – Grundlagen und Fachbegriffe

Elektroinstallation

Bei der Elektroinstallation kommt man unweigerlich mit verschiedenen Fachbegriffen in Kontakt. Daher verschaffen wir Ihnen zunächst einen Überblick über die in diesem Ratgeber verwendeten Fachbegriffe.

 

Fachbegriffe A-Z

Ampere (A): Stromstärke

Außenleiter: Leitung, die den Verbraucher mit der Stromquelle verbindet

Diazed-Sicherung: Schmelzsicherung

Erder: Leitung, die in der Erde eingelassen und fest verbunden ist

Fehlerstrom: Strom, der in bei einer Fehlfunktion fließt

Fehlerstrom-Schutzschalter/FI-Schalter: Sicherung, die bei einer Fehlfunktion verhindert, dass Strom fließt

Feinsicherung: in kleineren elektrischen Geräten verbaute Schmelzsicherung

Frequenz: Anzahl der Schwingungen pro Sekunde (Herz); Wechselstrom verfügt über 50 Herz

Gleichstrom: Strom, der unverändert in eine Richtung fließt

Herz (Hz): Frequenz

Installationsplan: Übersicht/Lageplan, in der alle elektrischen Geräte und deren jeweilige Anbindung aufgelistet sind

Kilowattstunde (kWh): Einheit für den verbrauchten elektrischen Strom; Ein Verbraucher mit 1000W Leistung benötigt in 1 Stunde 1kWh

Kleinspannung: Spannung die für den Menschen ungefährlich ist (<50V)

Leiter: Teil, das elektrisch leitfähig ist. Adern fungieren als Leiter

Leitungsschutz-Schalter: Sicherung, die abschaltet, wenn zu hoher Strom durch die Leitung fließt

Lüsterklemme: Klemme, ausgestattet mit zwei Schrauben, um starre oder flexible Leiter miteinander zu verbinden

Nennspannung: Spannung in einem Wechselstromnetz; Europ. Standard liegt bei 230V

Neozed-Sicherung: Schmelzsicherung

Neutralleiter (N): Stromrückführender Leiter

Niederspannung: Für den Menschen gefährliche Spannung (zw. 50V und 1000V)

Ohm (Ω): Elektrischer Widerstand (Einheit)

PEN-Leiter (PEN): Schutz- und Neutralleiter

Phase: Stromführender Leiter

Potentialausgleich: Ausgleich von verschiedenen Potentialen zwischen zwei leitfähigen Objekten

Schutzleiter (PE): Verbindet ein elektrisch leitfähiges Teil eines Verbrauchers mit einem Erder und / oder einem anderen leitfähigen Objekt

Stromkreis: Weg, den der Strom zwischen Verteiler und Verbraucher fließt

Stromkreisverteiler: Sicherungskasten

Stromstärke: Menge des Stroms, der in einer bestimmten Zeit durch einen Leiter fließt

Überstromschutzorgan: Leitungsschutz-Schalter oder Schmelzsicherung

Verbraucheranlage: Alle Geräte und elektrische Leiter, die nach dem Sicherungskasten angeschlossen sind

Volt (V): Elektrische Spannung (Einheit)

Watt (W): Elektrische Leistung (Einheit)

Wechselstrom: Elektrischer Strom, der Richtung und Größe Periodisch ändert

 

Essenzielles zum Thema Elektroinstallation kurz erklärt

Beim Umgang mit elektrischen Geräten trifft man unausweichlich auf Zeichen für Ampere, Volt, Kilowatt und Ohm, was am Anfang zu Verwirrung führen kann, aber relativ einfach zu erklären ist. Volt (V) gibt die Spannung (U) an. Die Spannung gibt den „Druck“ an, mit dem Der Strom durch die Leitung fließt.
Die Stromstärke wird in Ampere (A) gemessen und bezeichnet die „Menge“ Strom, die durch eine Leitung innerhalb einer bestimmten Zeit fließt. Verglichen mit einem Wassernetz entspricht Ampere den gezapften Litern innerhalb einer Zeit. Zudem kann kein Wasser fließen, wenn der Druck (hier Volt) nicht ausreichend hoch ist oder der Hahn geschlossen ist. Ein weiter Vergleich wäre, dass kein Wasser fließen kann, wenn der Widerstand zu groß ist. Auf Elektrizität übertragen bedeutet das:

  • Es fließt kein Strom, wenn kein Verbraucher angeschlossen ist
  • Je geringer der Widerstand ist, desto größer ist der fließende Strom
  • Viel Strom fließt, wenn die Spannung hoch ist
     

Ohm (Ω) bezeichnet den elektrischen Widerstand (bezeichnet mit R). Je dünner ein Draht ist, desto größer ist der Widerstand, der dem Strom entgegenwirkt. Glühlampen oder andere elektrische Geräte (z.B. Kochplatten) nutzen den Strom, um Licht oder Wärme zu erzeugen. Damit hierbei elektrische Leitungen nicht zu warm werden ist ein richtiger Widerstand sehr wichtig.
Unterschieden wird auch zwischen Wechsel- und Gleichspannung. Wechselspannung sind die uns bekannten 230V die wir aus einer haushaltsüblichen Steckdose beziehen können. Mit Gleichspannung werden beispielsweise Modelleisenbahnen betrieben, wofür 230V Wechselspannung auf 16V Gleichspannung heruntergeregelt und transformiert wird.
Watt (W) bezeichnet nur die Elektrizitätsmenge, die ein Gerät oder eine Lampe verbraucht. 1000W Verbrauch innerhalb einer Stunde wird als 1 kWh bezeichnet.
Nach H.Herz wurde die Einheit der Frequenz (Hz) benannt, welche die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde bezeichnet. 1 Hz entspricht also einer Schwingung in der Sekunde. In unserem Stromnetz wird bei 230V Spannung der Strom mit 50Hz geführt. Also führt der fließende Strom innerhalb einer Sekunde volle 50 Schwingungen aus, womit er 100 Mal pro Sekunde seine Richtung ändert.


Die Gleichspannung – Der Standard bei Kleingeräten

Gleichspannung wird meist bei Geräten verwendet, die mithilfe von Batterien oder einem Netzgerät verwendet werden. Trotz einem Wechselspannungsnetz arbeiten weiterhin viele Kleingeräte intern mit Gleichspannung

Mögliche Gleichspannungsbezeichnungen:

12V (DC) ; 24 VDC ; 6 Volt

 

Batterien


Zur Stromversorgung von kleineren Elektrogeräten wie Radios, Klingeln oder Rauchmeldern werden überwiegend Gerätebatterien in verschiedenen Formaten verwendet. Im alltäglichen Sprachgebrauch haben sich einige Formate bereits etabliert. Darunter zu finden sind Micro, Mignon, Baby, Mono und 9V-Block.

Handelsbezeichnung

Spannung

IEC-Bezeichn.

Alkali-Mangan

IEC-Bezeichn.

Zink-Kohle

US-Bezeichn.

Micro

1,5V

LR 03

R 3

AAA

Mignon

1,5V

LR 06

R 6

AA

Baby

1,5V

LR 14

R 14

C

Mono

1,5V

LR 20

R 20

D

9V-Block

9V

6 LR 61

6 F 22

1604 D

 

Die Wechselspannung – Der Netz- und Kraftwerkstandard

Es sind 2 herkömmliche Arten von Wechselspannung bekannt. Zum einen die übliche 1-Phasen Wechselspannung 230V ~ 50Hz, die Sie von Ihrer Steckdose zuhause kennen und zum anderen die 3-Phasen Wechselspannung 400V ~ 50Hz, was im Allgemeinen auch als Starkstrom/Drehstrom bekannt ist.

Drehstrom wird in Kraftwerksgeneratoren erzeugt, indem drei einphasige Wechselspannungen zeitlich versetzt generiert werden. Jede einphasige Wechselspannung ändert ihre Polarität periodisch, innerhalb des deutschen Stromnetzes geschieht das 50 Mal in einer Sekunde (50Hz). Die Rückleitung der drei Ströme erfolgt über einen einzelnen Neutralleiter. Die leitenden Phasen werden Außenleiter genannt und als L1, L2 und L3 bezeichnet. Der Neutralleiter ist unter dem Kürzel N bekannt.

 

Der Hausanschluss, also der Strom der aus einer Hauptleitung in einen Haushalt geführt wird ist grundsätzlich Stark-/Drehstrom der über 4 Adern geführt wird. 400V beträgt die Spannung zwischen zwei Außenleitern, zwischen dem Neutralleiter und jedem Außenleiter liegt die Spannung bei 230V.
Mit jeder einzelnen Phase eines Drehstroms und einem Neutralleiter kann einen Stromkreis von 230V Wechselstrom erzeugt werden. Die drei Phasen eines Drehstromes werden so auf den Stromkreis aufgeteilt, dass alle Phasen gleich belastet werden.

Nachdem wir nun eine Einführung in das Thema Elektroinstallation erhalten haben und die Spannungsarten kennengelernt haben, steigen wir mit den verschiedenen Schaltzeichen etwas tiefer in die Materie ein.
 

Elektrische Schaltzeichen

 

Schutzleiter & Masse

 

Schaltzeichen für Erde (allgemein)

Funktionserdung, fremdspannungsarme Erde

Schutzerdung

Masse, Gehäuse

Äquipotential

Potentialausgleich (z. B. in der Medizintechnik)

 

 

 

Stromkreise (Ideal)

 

ideale Stromquelle

ideale Spannungsquelle

idealer Gyrator

 

Leitungen

 

Leitung in der Erde; Erdkabel

Leitung in Gewässer; Seekabel

Oberirdischer Leiter; Freileitung

Leitung in Kabelkanal, Kabeltrasse oder Elektroinstallationsrohr

Kabeltrasse mit vier Kabelkanälen

Hausanschluss

unterirdische Verbindungsstelle zwischen zwei Erdkabeln

Abschottung in einem gas- oder flüssigkeitsisolierten Kabel

Fernmeldeleitung mit Wechselstrom-Fernspeisung

Fernmeldeleitung mit Gleichstrom-Fernspeisung

 

 

 

Leitungen der Gebäudeinstallation

 

Neutralleiter N, auch Mittelleiter M

 

Schutzleiter PE

Neutralleiter mit Schutzfunktion PEN

drei Leiter, ein Schutzleiter, ein Neutralleiter

 

Sicherungen

 

Sicherung allgemein; Schmelzsicherung

Sicherung mit Kennzeichnung des netzseitigen Anschlusses

NH-Sicherung

NH-Sicherung mit Angabe der Größe (0) und des Nennstroms (30 A)

Sicherung mit Meldekontakt

Sicherungsschalter

Sicherungstrennschalter

Sicherungslasttrennschalter

dreipolige Motorschutzsicherung
Auslösung eines Schlagbolzens der die Kontakte öffnet

 

Steckverbindungen

 

Buchse
Steckdose ohne Schutzkontakt

Stecker
Stecker ohne Schutzkontakt

Buchse mit Schutzkontakt
Steckdose mit Schutzkontakt nicht schaltbar

Zweifach-Steckdose mit Schutzkontakt

Steckdose mit Schutzkontakt für Drehstrom (5-polig)

abschaltbare Steckdose ohne Schutzkontakt

 

Datensteckdose (allgemein)

TP

Telefon

M

Mikrofon

FM

UKW-Rundfunk

TV

Fernsehen

TX

Telex

Antennensteckdose

 

Schalter

 

Schalter (allgemein)

Ausschalter (einpolig); Schalter 1/1

Ausschalter (zweipolig); Schalter 1/2

Serienschalter (einpolig); Schalter 5/1

Wechselschalter; Schalter 6/1

 

Kreuzschalter; Zwischenschalter; Schalter 7/1

Gruppenschalter (Jalousieschalter)

Dimmer

Zugschalter

Taster

Taster mit Leuchte

Stromstoßschalter

Dämmerungsschalter

 

Im zweiten Teil erfahren Sie noch mehr zum Thema Elektroinstallation. Seien Sie gespannt!

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