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Geschichte von Windows, 30 Jahre Microsoft Betriebssysteme

Jeder kennt Windows. Doch wer hat es entwickelt? Wie hat es einmal ausgesehen? Wir von Industry-Electronics zeigen es ihnen!

 

 

Die Anfänge:

Die Geschichte von Microsoft's Windows geht zurück in die frühen 80er Jahre. Vor der Erscheinung der neuartigen Mikrocomputer sieht die Arbeit im Büro noch ganz anders aus. Textverarbeitung verläuft via Schreibmaschine, Copy/Paste gibt's noch nicht.

Jedoch gibt es zwei junge Computerbegeisterte Studenten, die das Potenzial von Computern erkennen. Deren Namen, dem ein oder anderen sicher bekannt, waren Bill Gates und Paul Allen. Somit wurde 1975 Microsoft gegründet, mit einer großen Vision:

Der Computer soll sich überall verbreiten !

Schreibmaschine

 

MS-DOS:

1978 bringt Intel einen neuen Chip heraus, der im Gegensatz zur verfügbaren Technologie einen großen Fortschritt darstellt.

16- statt 8 Bit!

Abwärtskompatibel war dieser Chip nicht, aber es war relativ einfach Programme zu portieren. Microsoft begann auch für diese CPU eine BASIC (Damalige Programmiersprache) zu entwickeln.

Ein Mitarbeiter der Konkurrenz, Tim Parson genannt, entwickelte zeitgleich eine CPU Karte für S-100 Systeme und trat in Kontakt mit Microsoft um für seine Entwicklung BASIC anpassen zu lassen. Bald darauf wurde Patterson von Microsoft auf eine Messe eingeladen und lernte dort das Dateisystem FAT kennen.

MS-DOS Oberfläche

Seine Firma kündigte an, das "Betriebssystem" für seine CPU bald fertig zu haben - als es jedoch ein halbes Jahr später immernoch nicht fertig war, beschloss er kurzerhand sein eigenes zu programmieren. Es sollte eine Gewisse Ähnlichkeit zu dem baldig erscheinenden System seiner Firma haben, aber auch Microsofts FAT verstehen. Er war nach 4 Monaten fertig und nannte es QDOS (Quick & Dirty Operating System) - Der Vorreiter von MS-DOS! IBM , damals ein Computergigant. meldete sich auch bei Microsoft zwecks eines BASIC Betriebssystems für ihren neuen Computer. Er kommt 1981 mit (dem inzwischen umbenannten) MS-DOS auf den Markt.

 

Windows 1.0:Windows 1.0 logo

Microsoft arbeitet nun an einer graphischen Lösung als Betriebssystem dessen Codename "Interface Manager" ist. Letztendlich setzt sich aber "Windows" durch, da damit am besten die Computerfenster beschrieben werden, die Windows 1.0 ausmachen. Angekündigt wird Windows 1.0 im Jahre 1983, braucht aber 2 Jahre länger als ursprünglich geplant und kommt so am 20. November 1985 heraus

Das neue Eingabegerät: Die Maus

Der Clou dieses neuen Betriebssystems liegt in der Bedienung: Anstatt Textbefehle einzugeben wird jetzt eine sogenannte Maus verwendet. Durch "Klicken" gelangt man durch verschiedene Bildschirme, die sogenannten "Fenster".

Man kann nun zwischen Programmen wechseln, ohne diese beenden zu müssen. Übrigens: Die Mindestanforderungen für Windows 1.0 betrugen 256 KB Speicher und eine Grafikkarte.

 

Windows1 Screenshot

 

 

                                     

Windows 2.0:

Windows 2.0 wurde am 9.12.1987 veröffentlicht und wartete nun mit Desktopsymbolen und Expansionsspeicher auf. Fenster können nun überlappend angeordnet - sowie Tastenkombinationen ausgeführt werden. (Alt+F4 etc.)

Microsoft wird 1988 zur weltweit größten Firma für PC-Software.

Windows 2 Screenshot

 

Windows 3.0 / 3.1:

Am 22. Mai wird Windows 3.0 auf den Markt gebracht. 2 Jahre später folgt Windows 3.1 jedoch als eigenständiges System. Microsoft kann in den ersten 2 Jahren mehr als 10 Millionen Einheiten absetzen. Damit wird Windows 3 zum bislang erfolgreichsten Betriebssystem überhaupt. Fachzeitschriften sahen eine "neue Ära". Das sogenannte "Win3 Team" (später Namensgeber für Windows NT) bestand allerdings nur aus 25 Mitarbeitern.

Jedoch mit Erfolg - Microsoft knackte den Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar! Doch was brachte diesen gigantischen Erfolg ? Die Antwort ist simpel:

Eine neue Benutzeroberfläche, professionelles Multitasking, Zugriff auf wesentlich mehr Speicher und Netzwerkfunktionen! Die graphische Oberfläche wurde deutlich verbessert - nun auch mit der Funktion dass man ein Hintergrundbild verwenden kann. Die Systemsteuerung wird eingeführt und das allseits bekannte Kartenspiel Solitaire ist verfügbar.

Windows 3.0 Screenshot

 

Windows 95:

Am 24. August 1995 wird Windows 95 verkauft. Erfolg - Windows 3 war unbeliebt dagegen. 1 Million Einheiten in 4 Tagen. 7 Millionen Einheiten in den ersten 5 Wochen. 45 Millionen Einheiten in den ersten 3 Monaten. Schlangen in den Verkaufsstores. Extremer Hype. Die größte Werbekampagne die es je gegeben hat.

Die Grafische Oberfläche wurde komplett umgeworfen und bildete den Grundstein für die nächsten 15 Jahre. Der Desktop ist – im Gegensatz zu den Laufwerken in 3.1 - die neue Wurzel.

Verknüpfungen wurden erfunden. Der Arbeitsplatz erscheint erstmals. Der Schutz gegen versehentliches löschen ist da - der Papierkorb. Zudem ist der Startmenüknopf verfügbar - kombiniert mit der neuen Taskleiste. Außerdem ist ein Quantensprung in der Technik passiert - Die Internetwelle in den 90ern erreicht nun auch Heimcomputer. Microsoft reagiert im Sommer 1995 mit der Veröffentlichung seines Internet Explorers.
Wer lust hat, einmal Windows95 im Browser zu testen kann das hier tun.

Windows 95 Screenshot

 

Windows 98:windows98.png

Windows 98 wird, lang erwartet, am 25. Juni 1998 veröffentlicht und ist speziell für Heimanwender gedacht und bringt einige Neuerungen mit. Wie in Gates' Vision 1975 gehören PC's mittlerweile zum Standard. So war der Internetzugang nun vereinfacht und das Internet wurde etwas mehr ins Betriebssystem integriert.

Die Schnellstartleiste wurde eingeführt. Einige Nützliche Programme wie Frontpage Express, einen WYSIWYG-Editor oder Netmeeting für Onlinechat mit mehreren Personen wurden hinzugefügt. Bahnbrechend jedoch war die Einführung von USB-Schnittstellen. Der USB (Universal-Serial-Bus) Anschluss wurde 1996 zusammen von Compaq, Hewlett-Packard, IBM, Intel, Microsoft und NEC in den Markt eingeführt. Dieser Anschluss vereinheitlichte dutzende Unterschiedliche Schnittstellen und zählt zu den interressantesten Neuerungen im Computermarkt.

Betrug die Übertragungsgeschwindigkeit 96' noch max. 12 MBit/s sollte sie schon bald 2000 auf 480 Mbit/s ansteigen. (Aktueller Standard USB 3.1 = 10Gbit/s)

 

Win98SE:

SE steht für Second Edition - Zweite Ausgabe also. Diese hat ein paar Systemauffrischungen spendiert bekommen wie das neue DirectX, die neue Version des Internet Explorers und einen neuen Mediaplayer. Zu den wirklich wichtigen Neuerungen gehört die Unterstützung für DSL Modems und Firewire.

Ausserdem kam die Funktion Internet Connection Sharing mit dem nun mehrere Computer gleichzeitig auf die vorhandene Internetleitung zugreifen konnten. Die USB Unterstützung- und Erkennung wurde nochmal gravierend verbessert.

Plug- & Play kam auf. Die groben Systemanforderungen betrugen ungefähr 70MHz beim Prozessor, 16MB RAM, 200MB Festplattenspeicher, CD-ROM Laufwerk und eine VGA-kompatible Grafikkarte. EIne Maus oder anderes kompatibles Zeigegerät wurde auch verlangt.

 

Windows 2000:

Windows 2000 richtete sich an Unternehmen mit großen Netzwerken bei welchen die neue Netzwerkverwaltung punkten sollte. Der hohe Preis schreckte allerdings viele Nutzer ab.

Es galt als größtes kommerzielle Softwareprojekt der Geschichte. Gegenüber Windows 9x war es stabiler und technisch ausgereifter. Ein großer Pluspunkt bei seinen Anwendern.

Grafisch ähnelten sich die beiden sehr. Die Entwicklung habe laut Bill Gates rund 2 Mrd. Dollar gekostet und 2000 Programmierer verlangt. Im ersten Monat wurden rund eine Million Versionen verkauft.

 

Windows ME (Millenium Edition):

Windows Millenium Edition (Me) richtete sich eher an den Heimanwender und ist das letzte Betriebssystem welches auf DOS basiert.

Es wurde (wie der Name vermuten lässt) am 14.September 2000 veröffentlicht. Microsoft verbesserte die Stabilität zu Lasten der DOS Kompatibilität.

Zu den Neuerungen gehören aktualisierte Zubehörprogramme, ein erweiterter Explorer, erweiterte Hilfefunktionen und ein einfaches Filmschnittprogramm - den Windows Movie Maker. Weiterhin hat Microsoft eine ZIP Unrar Funktion eingebaut. Weiterhin bringt ME eine erweiterte Hardwareunterstützung mit, sodass für USB Sticks keine Treiber mehr benötigt wurde.

Jedoch kam Windows ME eher schlecht beim Endverbraucher an , teilweise auch wegen Fehlender MS-DOS Unterstützung.



Windows XP:

Am 25. Oktober 2001 kommt ein Betriebssystem heraus, dessen Erfolg Microsoft nicht vorhersehen konnte. Das "beliebteste Betriebssystem aller Zeiten", wie es so gerne zitiert wird, sollte eine ganze Dekade Nummer 1 bleiben.

Es war sogar so beliebt, dass Microsoft seinen Support auf Kundendruck um Jahre verlängern musste. Die weltweit verkauften Computer knacken die 1 Mrd. Marke. Im ersten Jahr werden 67 Millionen Lizenzen verkauft. Am Ende seiner Laufzeit hatte XP mehr Lizenzen verkauft als alle Windows Versionen zuvor. Der Support wurde 2014 erst eingestellt. Windows XP erlebte seinen "zweiten Frühling" mit dem aufkommenden Boom der Netbooks Ende 2010.

XP kam mit einer neuen grafischen Oberfläche names Luna daher, die sehr aufgeräumt aber auch etwas kindisch mit seinem knalligen Blau wirkte. Jedoch zeigte sich Windows XP schnell, stabil und zuverlässig. Online Sicherheitsupdates schaffen Abhilfe gegen die Zunehmende Angst vor Viren und Hackern. Übrigens : Im Gegensatz zu Windows 1.0, welches aus etwa 1000 Codezeilen bestand, besteht Windows XP aus etwa 45 Millionen Codezeilen!

Windows XP Screenshot

 

Windows Vista:

Windows Vista wird 2006 von Microsoft veröffentlicht. Die Zeichen stehen auf Sicherheit - Eine Benutzerkontensteuerung die den Wirkungsbereich von Schadsoftware auf ein Benutzerkonto beschränkt, eine Bitlocker Laufwerksverschlüsselung, Verbesserungen für den Media Player u.v.m.

Die Entwicklungskosten lagen etwa im Bereich von 6 Milliarden Dollar und Microsoft lies den bis dahin längsten Betatest von allen Versionen laufen, jedermann konnte öffentlich auf die RC1 Version zugreifen.

Vista war keine direkte Revolution, aber mit seiner neuen Aero Oberfläche, der standardgemäßen 64 Bit Auslieferung, dem enthaltenen 3D Desktop und den neuen Sicherheitsupdates eine Evolution. Vista verkaufte sich in den ersten 2 Monaten 20 Millionen mal und schlug in diesem Zeitraum sogar Win XP (17 Millionen).

Es war aber insgesamt lange nicht so beliebt wie sein Vorgänger, der zur Zeit von Vista immernoch überall zu finden war - viele Benutzer wollten ihr altgeliebtes XP nicht aufgeben. Der "große Wechsel" folgte dann erst bei....

Windows Vista Screenshot

 

Windows 7:

Windows 7 kam 2009 auf den Markt und wurde von Millionen von Endkunden begeistert angenommen. Grundsätzlich basierte es auf Vista - landläufig auch das bessere Vista genannt. Die überwiegende große Mehrheit fand "den siebten Teil" gelungen. Es überflügelte Vista um Längen - die Bestände innerhalb von Minuten nach Eröffnung ausverkauft, trotz Vorbestellungen.

Allerdings konnte man 2012 Immernoch einen ungefähr gleich großen Marktanteil von XP und WIndows 7 feststellen.

Vista verschwand relativ schnell vom Markt - XP schlich sich leise und langsam, man wechselte nach langem Überlegen und verabschiedete sich wehmütig spätestens mit der Einstellung des Supports davon um Windows 7 zu begrüßen.

Das neue Betriebssystem kam mit einer neuen Taskleiste die ab sofort Superbar heißen sollte. Sie ist größer und zeigt nur große Symbole - Dies kommt dem neu eingeführten Windows Touch zugute. Kombiniert mit den neuen Funktionen die drahtlose Verbindungen einfacher machen sollen ist Windows 7 jetzt auch geeignet für Touchscreen PC's.

Windows 7 Screenshot

 

Windows 8:

Windows 8 kam am 26.Oktober 2012 - und sorgte für einen Aufschrei bei den Win7 (und immernoch XP) Nutzern. Das Erbe von Windows 95 wurde bereinigt - Der Desktop ist verschwunden (Zumindest in den Hintergrund).

Microsofts größte Neuerung befindet sich nämlich genau da - Am Desktop. Der neue Desktop heißt Metro und ist die neue Oberfläche und zugleich ein neues Konzept. Microsoft beschreibt Metro als "Vereinfachend & Effektiv".

Metro läuft grundsätzlich immer im Vollbildmodus und beeinhaltet verschiedene Arten von Kacheln.

Dies richtet sich speziell an Touchscreen Geräte. Die Kacheln sind alle in einem speziellen Raster angeordnet und werden von Windows8 nach Wichtigkeit sortiert. Dies kann man allerdings auch manuell erledigen. Der Desktop ist über ein paar Klicks noch zu erreichen - allerdings mit funktionsverändertem Start-Button ohne Startmenü. Dies sorgte für heftige Kritik bei Windows Usern.

Windows 8 Screenshot

Windows 8 erhielt noch 2013 ein Update - Windows 8.1. Dort wurde die ModernUI überarbeitet. Die Kacheln können nun unterschiedliche Größen annehmen. Der Desktop kann nun wieder als Hauptbildschirm verwendet werden. Der alte Startknopf ist wieder da, allerdings immernoch ohne Startmenü. Microsoft versucht nun seinen Microsoft Account näher an den Mann zu bringen - Überall soll man sich anmelden oder sich einen Account zulegen. Dies stieß allerdings auf mäßigen Erfolg.

Trotz des Updates bei dem große Mängel aus Windows 8 entfernt wurden floppte Windows8 deutlich. Es ist ausgelegt auf Touchscreen Geräte - man kann sich an die Bedienung gewöhnen, erhält jedoch kaum Vorteile.

Zudem existiert ein gut ausgereiftes "neues Windows XP" (Win 7) auf dem die Benutzer hängen bleiben. Niemand steigt gerne um - vor allem nicht wenn das neue Windows für den Privatnutzer eher Nachteile bringt. Übrigens: Windows 8 lag in seinen Marktanteilen im August 2014 knapp 2 Jahre nach seiner Veröffentlichung im einstelligen Prozentbereich - immernoch weit hinter denjenigen, die sich immer noch nicht von ihrem geliebten Windows XP getrennt haben.

 

Windows10:

Microsofts neues Windows 10 wirft das Grundprinzip von Microsoft um. Windows 10 soll die letzte Version der bekannten Microsoft Betriebssysteme bleiben. Das bedeutet aber nichtt dass es keine neuerungen geben wird: Microsoft hat seinen Fokus verlegt. Es kommen nun nicht immer wieder neue Windows Systeme auf den Markt, Windows 10 wird einfach kontinuierlich verbessert. – Microsoft nennt das Windows as a Service. Für eine Komplettübersicht schauen sie bitte auf unserer Windows 10 Seite nach.

 

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